Fragen und Antworten zur Parodontologie

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Parodontitis?

Welche Früherkennungsuntersuchungen gibt es?

Wie sieht es mit dem Langzeiterfolg von Zahnfleischbehandlungen aus?

Wie kann einer Parodontitis vorgebeugt werden?


Welche Risikofaktoren begünstigen eine Parodontitis?

Folgende Risikofaktoren sind bekannt und sollten beseitigt werden, um das Parodontitisrisiko zu minimieren und die Chancen auf Heilung zu verbessern:

Eine unzureichende und nachlässige häusliche Mundhygiene erhöht das Risiko einer Zahnfleischerkrankung um ein Vielfaches. Raucher erkranken wesentlich häufiger an einer Parodontitis als Nichtraucher.

Je stärker geraucht wird, desto schwerer verläuft oftmals die Erkrankung und desto schneller schreitet die Parodontitis voran. Auch liegen eindeutige Erkenntnisse vor, dass Raucher erheblich schlechter auf eine Zahnfleischbehandlung ansprechen als Nichtraucher.

Stress schwächt das Immunsystem und erhöht das Erkrankungsrisiko.

Patienten, die an einem Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden, sind stärker parodontitisgefährdet und sollten darauf achten, dass ihr Zuckerspiegel gut eingestellt ist. Dies vermindert das Risiko.

Eine einseitige, unausgewogene Ernährung, die mit Vitamin- und Mineralstoffmangel einhergeht, begünstigt ebenfalls die Entstehung einer Parodontitis.

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Welche Früherkennungsuntersuchungen gibt es?

Zahnfleischkontrollen und Gewebeuntersuchungen: Erhöhte Druckempfindlichkeit, Rötungen und leichtes Bluten des Zahnfleischs sind bereits deutliche Anzeichen einer Entzündung. Leider werden diese Warnsignale von vielen Patienten häufig unterschätzt. Dabei ist eine unverzügliche Behandlung erforderlich, um größeren Schäden vorzubeugen. Dies macht die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt so wichtig.

Röntgenaufnahmen geben hilfreiche Informationen, wie weit die Parodontitis fortgeschritten ist und ob bereits der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen ist.

Vermessung der Zahnfleischtaschen:

Mit einer Sonde wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen. Zwischen Zahn und Zahnfleisch wird an mehreren Stellen jedes Zahnes die Sonde vorsichtig eingeführt. Wir erhalten dadurch ein genaues Bild über die Taschentiefe und die Blutungsneigung des Zahnfleischs.

Molekular-genetische Bakterienuntersuchung:

Die Parodontitis verursachenden Bakterien können durch eine Laboruntersuchung genau analysiert werden. Das Ergebnis erlaubt Rückschlüsse, die eine gezieltere Behandlung ermöglichen.

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Wie sieht es mit dem Langzeiterfolg von Zahnfleischbehandlungen aus?

Die wichtigsten Voraussetzungen für den dauerhaften Behandlungserfolg sind die umfassende und konsequente häusliche Mundhygiene und die regelmäßige Teilnahme an unserem Prophylaxe-Programm mit professioneller Zahnreinigung. Bei der professionellen Zahnreinigung werden die schädlichen bakteriellen Biofilme entfernt. Eine gute häusliche Zahnpflege verzögert die Neubildung von Belägen.

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Wie kann einer Parodontitis vorgebeugt werden?

Dazu geben wir Ihnen folgend Empfehlungen:

  • Sorgfältige und umfassende häusliche Mundhygiene.
  • Die oben genannten Risikofaktoren beseitigen oder reduzieren.
  • Regelmäßige Kontrollen und Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt durchführen lassen.
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigung in der Praxis in Anspruch nehmen.

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